Sprach­stö­run­gen bei Erwachsenen

Sprach­stö­run­gen bei Erwachsenen

Wenn die Spra­che von Erwach­se­nen gestört ist, liegt eine Stö­rung im Bereich des Sprach­zen­trums (i.d.R. im lin­ken Teil) des Gehirns vor. Ursa­chen hier­für kön­nen ein Schlag­an­fall, eine Hirn­blu­tung, unfall­be­dingte Hirn­ver­let­zun­gen, Hirn­tu­more, ent­zünd­li­che Erkran­kun­gen des Gehirns und auch Hirn­ab­bau­pro­zesse sein. Diese Form der Sprach­stö­rung wird Apha­sie genannt. Eine Apha­sie wirkt sich auf die unter­schied­li­chen sprach­li­chen Ebe­nen (Laut­bil­dung, Wort­be­deu­tung, Satz­bau) aus und führt zu einer Beein­träch­ti­gung des  Spre­chens, des Sprach­ver­ständ­nis­ses­so­wie des Lesens und Schrei­bens, was gleich­zei­tig Aus­druck einer Stö­rung der Sprach­ver­ar­bei­tung ist.

Wel­che Sprach­stö­run­gen gibt es?

Sprach­ver­ar­bei­tung

Die Stö­run­gen der sprach­li­chen Ebe­nen wir­ken sich meist nicht nur auf das hör­bare Spre­chen aus. Häu­fig sind in glei­chem Maß das Schrei­ben und Lesen, aber auch das Ver­ste­hen von Spra­che betrof­fen, d.h. die Sprach­ver­ar­bei­tung ist gestört. So kommt es immer wie­der zu Miss­ver­ständ­nis­sen zwi­schen einm Apha­s­iker und sei­nen Gesprächspartnern.

Wel­che Hil­fen bie­tet die Logo­pä­die an?

Logo­pä­di­sche The­ra­pie bei Sprach- und Sprech­stö­run­gen nach Hirn­schä­di­gun­gen umfasst nach einer genauen Dia­gnos­tik zunächst die Behand­lung der sprach­li­chen Defi­zite (Sprach- und Sprech- sowie ggf. Stimm- und Schluck­stö­run­gen). Die Inter­ven­tion wird zumeist in Ein­zel­the­ra­pie unter Ein­be­zug aller mit der Stö­rung ein­her­ge­hen­den Aus­wir­kun­gen auf die Kom­mu­ni­ka­tion des Pati­en­ten  durch­ge­führt. Die Ein­be­zie­hung rea­ler Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­tua­tio­nen (“In-Vivo”) ist dabei inte­gra­ler Bestand­teil der The­ra­pie, sie fin­det häu­fig in Form von Grup­pen­the­ra­pie statt. Selbst­ver­ständ­lich spielt auch die Bera­tung der Ange­hö­ri­gen in der logo­pä­di­schen The­ra­pie eine ent­schei­dende Rolle, wobei die Ange­hö­ri­gen auch direkt in die The­ra­pie ein­be­zo­gen wer­den können.
Sollte eine laut­sprach­li­che Kom­mu­ni­ka­tion nicht mehr mög­lich sein, wird der Logo­päde  dem Pati­en­ten Ange­bote zur unter­stüt­zen Kom­mu­ni­ka­tion machen, z.B. indem er mit ihm ein soge­nann­tes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­buch erar­bei­tet. Als Ergän­zung zur logo­pä­di­schen The­ra­pie wer­den bei schwe­ren Sprach­stö­run­gen seit eini­gen Jah­ren von Logo­pä­den zuneh­mend com­pu­ter­un­ter­stützte Dia­gnose- und The­ra­pie­ver­fah­ren eingesetzt.

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