Stimm­stö­run­gen bei Erwachsenen

Stimm­stö­run­gen bei Erwach­se­nen kön­nen funk­tio­nelle oder orga­ni­sche Ursa­chen haben. Sie äußern sich in län­ger bestehen­der Hei­ser­keit (ohne aku­ten Infekt), ein­ge­schränk­ter Belast­bar­keit der Stimme, Schmer­zen und/oder einem Fremd­kör­per­ge­fühl im Kehlkopf.

Wel­che Stimm­stö­run­gen gibt es bei Erwachsenen?

Wie kann Stimm­stö­run­gen vor­ge­beugt werden?

Funk­tio­nel­len Stimm­stö­run­gen und sekun­dä­ren orga­ni­schen Ver­än­de­run­gen (Knöt­chen) kann durch ent­spre­chende stimm­hy­gie­ni­sche Maß­nah­men (aus­rei­chende Flüs­sig­keit, gutes Raum­klima, Ver­mei­den von all­er­ge­nen und belas­ten­den Stof­fen, kein akti­ves oder pas­si­ves Rau­chen etc.) und prä­ven­tive Stimm­übun­gen vor­ge­beugt werden.

Wel­che Hil­fen bie­tet die Logopädie?

Logo­pä­den bera­ten über stimm­hy­gie­ni­schen Maß­nah­men und bie­ten Kurse und Semi­nare zur Ver­mei­dung von Stimm­stö­run­gen ins­be­son­dere für Men­schen in Sprech­be­ru­fen an.

Bei auf­tre­ten­den Stimm­pro­ble­men sollte unbe­dingt ein HNO-Arzt oder Pho­nia­ter (Fach­arzt für Stimm­be­schwer­den) auf­ge­sucht wer­den. Der Arzt unter­sucht den Kehl­kopf und das Hör­ver­mö­gen und stellt ggf. ein Rezept für eine logo­pä­di­sche Behand­lung aus. Die Logo­pä­din führt eine Stim­m­un­ter­su­chung durch und führt einAna­mne­se­ge­spräch, in dem der Beginn und der bis­he­rige Ver­lauf der Stimm­stö­rung sowie alle beein­flus­sen­den Fak­to­ren geklärt wer­den. Anschlie­ßend erläu­tert die Logo­pä­din ihren Befund und erstellt einen Behand­lungs­plan Auf die­ser Grund­lage erfolgt dielogo­pä­di­sche The­ra­pie, in der Regel in Einzelbehandlungen.

Inhalte einer Stimm­the­ra­pie sind Übun­gen zur Ver­bes­se­rung der Wahr­neh­mung, der Atmung, der Hal­tung, der Kör­per­span­nung und der mit der Stimme zusam­men­hän­gen­den Arti­ku­la­tion sowie gezielte Stimm­übun­gen. Ggf. erfol­gen Bera­tungs­ge­sprä­che über alle mit der Stimm­stö­rung in Zusam­men­hang ste­hende Faktoren.

Ziel einer Stimm­the­ra­pie ist eine belas­tungs­fä­hige Stimme mit der best­mög­li­chen Wie­der­erlan­gung und Sta­bi­li­sie­rung opti­ma­ler stimm­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit in All­tag und Beruf. Dies ist immer abhän­gig von Aus­maß und Ursa­che der Stö­rung bzw. Grund­er­kran­kung. Wich­tig für den The­ra­pie­er­folg ist der stän­dige Trans­fer des Geüb­ten in den Alltag.

Nach Ablauf der logo­pä­di­schen Ver­ord­nung erfolgt erneut eine Unter­su­chung beim Fach­arzt, der dann in Abspra­che mit der Logo­pä­din und auf der Grund­lage des logo­pä­di­schen Berich­tes ent­schei­det, ob eine wei­tere The­ra­pie­ein­heit erfol­gen soll oder ob die Stimme aus­rei­chend sta­bi­li­siert wurde und wie­der belas­tungs­fä­hig ist.

Hei­ser­kei­ten ohne aku­ten Infekt, die län­ger als 4 Wochen bestehen, müs­sen unbe­dingt ärzt­lich abge­klärt werden.

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